Just another WordPress.com site

Berliner Aldi-Verkäuferinnen wollen Bananen auspacken und finden 140 Kilogramm Kokain. Es ist der zweitgrößte Drogenfund seit 1978.
Berlin_140_Kilo_Kokain_in_Aldi-Filialen_entdeckt-Absoluter_Zufall-Story-388774_630x356px_2_SBjvdobzAG79c
Dieses Mal waren einige Bananenkisten schwerer als sonst. Als die Verkäuferinnen einer Reinickendorfer Aldi-Filiale sie am Montagmorgen öffneten, sahen sie, warum: In den Pappkartons lagen bräunliche Päckchen. Nur an den Seiten steckten ein paar Bananen.

Die Supermarkt-Filiale informierte die Polizei. Bald meldeten auch andere Discounter aus Köpenick, Rahnsdorf, Wilmersdorf und im brandenburgischen Velten merkwürdige Funde bei der Polizei.

140 Kilogramm, es war der zweitgrößte Kokainfund in Berlin seit 1999. Eine erste Stichprobe im Labor ergab bei einem der Pakete einen Reinheitsgehalt von 55 Prozent. Die Fahnder halten es für möglich, dass andere Pakete der Lieferung „Koks“ mit einer Reinheit von bis zu 90 Prozent enthalten. Solche Unterschiede seien bei Kokain-Lieferungen nichts Ungewöhnliches.

Das Rauschgift war per Schiff zunächst in einem verplombten Bananen-Container mit 1150 Kisten aus Kolumbien gekommen. Im Hamburger Hafen wurden die Bananen auf einen Lkw verladen, der zum Großmarkt Beusselstraße in Moabit fuhr. Dort wurde die Ladung auf die Supermärkte verteilt.

Im Allgemeinen werden Kokainlieferungen nach dem Verladen vom Hafen auf die Lastwagen von den Zwischenhändlern in Empfang genommen. „Da, wo der Spediteur hinfährt, sitzen die Leute, die Zugriff auf die Ware haben, deren Behälter gekennzeichnet sind“, sagt ein Ermittler. In der Beusselstraße holte aber niemand die Ware ab, so- dass die Kisten auf die Supermärkte verteilt wurden. Sie waren mit einer schwarzen Plastikummantelung versehen, die mit Zellophanfolie umwickelt war – und unangetastet.

Jährlich werden 200 Tonnen Kokain nach Europa gebracht. Vor allem mit Schiffen wird der Stoff transportiert. Hauptumschlagplatz ist Rotterdam, Hamburg und Bremerhaven folgen. Eine beliebte Route führt zudem über die Kanarischen Inseln nach Spanien. Kokain wird auch durch sogenannte Bodypacker mit Flugzeugen nach Deutschland gebracht. Die Schmuggler verschlucken es.

Jährlich werden 200 Tonnen Kokain nach Europa gebracht. Vor allem mit Schiffen wird der Stoff transportiert. Hauptumschlagplatz ist Rotterdam, Hamburg und Bremerhaven folgen. Eine beliebte Route führt zudem über die Kanarischen Inseln nach Spanien. Kokain wird auch durch sogenannte Bodypacker mit Flugzeugen nach Deutschland gebracht. Die Schmuggler verschlucken es.

Jährlich werden 200 Tonnen Kokain nach Europa gebracht. Vor allem mit Schiffen wird der Stoff transportiert. Hauptumschlagplatz ist Rotterdam, Hamburg und Bremerhaven folgen. Eine beliebte Route führt zudem über die Kanarischen Inseln nach Spanien. Kokain wird auch durch sogenannte Bodypacker mit Flugzeugen nach Deutschland gebracht. Die Schmuggler verschlucken es.

Für wen die Lieferung bestimmt war, wissen Polizei und Zoll nicht. „Wir haben zahlreiche Spuren sichern können, die jetzt ausgewertet werden“, sagt Norbert Scheithauer, Sprecher des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg.

Immer wieder lassen Zoll und Polizei in Berlin Kokain-Schmuggler hochgehen. Größere Funde machte die Polizei im Jahr 2007 (59 Kilo), und auch 2011 (100 Kilo). Im Jahr 2012 fanden die Ermittler insgesamt 15 Kilogramm. Ansonsten bewegen sich die Mengen zwischen insgesamt 7 und 8 Kilo.

Neben der Lieferung in Schiffscontainern gibt es einen zweiten Schmuggelweg: per Flugzeug. Schmuggler verschlucken Kokain in daumendicken Latex-Tüten, sogenannten Bollos. Bis zu einem Kilogramm Kokain können sie damit im Magen transportieren. Da normale Menschen bereits mitunter Probleme haben, eine Tablette zu schlucken, trainieren die Schmuggler ihr Schluckvermögen vorher mit immer größeren Möhren-Spitzen an. Mit den Bollos im Bauch fliegen sie dann nach Europa. In der Wohnung eines Kontaktmannes scheiden sie die Tüten aus. Am Frankfurter Flughafen hat der Zoll eigens eine „Schlucker-Toilette“, in der die Ausscheidungen der Verdächtigen in einem Sieb aufgefangen und automatisch gewaschen werden. Wenn Verdächtige am Flughafen Tegel gefasst werden, kommen sie ins Bundeswehrkrankenhaus, wo sie ein Abführmittel erhalten.

Berlin
Berlin gehört auch wegen seiner Größe zu den Haupthandelsplätzen für Kokain.

Rauschgiftfahnder Olaf Schremm vom Landeskriminalamt lobte bei einer Pressekonferenz am Dienstag das kooperative Verhalten der Supermärkte. Es hätte auch anders kommen können: Im vergangenen Jahr fanden drei Mitarbeiter eines Bonner Supermarktes 17 Kilogramm Kokain in Bananenkisten. Sie wollten das Rauschgift selbst verkaufen. Dabei gerieten sie an einen verdeckten Ermittler der Polizei. Zwei Verkäufer wurden zu 22 Monaten Haft verurteilt, ein dritter wartet auf sein Urteil.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: