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Liebe Freundinnen und Freunde,

965f30bb6b23. FEBRUAR 2013
Landesvertreter/innen-Versammlung der Partei DIE LINKE

PACKEN WIR’S GEMEINSAM

ich bin Azize Tank. Ich trete als Direktkandidatin für DIE LINKE im Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg an. Ich freue mich und fühle mich geehrt, dass der Landesvorstand außerdem meine Kandidatur auf Platz 6 der Landesliste zur Bundestagswahl empfohlen hat. Deshalb bewerbe ich mich für diesen sechsten Platz.

1950 bin ich in der Türkei geboren lebe seit fast 40 Jahren in Berlin und habe von Anfang an in der Westberliner Frauen- und Friedensbewegung aktiv mitgearbeitet.
– Zunächst war ich Arbeiterin, dann Sozialberaterin.
– 1990 wurde ich zur ersten Migrantenbeauftragten von Charlottenburg/Wilmersdorf ernannt.
– 2009 bin ich nach fast zwanzigjähriger Tätigkeit in den vorzeitigen Ruhestand getreten.

Ich bin froh, dass ich gemeinsam mit vielen Menschen, deutschen und nichtdeutschen und insbesondere vielen Frauen manches verändern konnte.

Es gibt aber auch noch viel zu tun. Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit – da sind wir noch lange nicht! Gleicher Zugang zu Leitungsfunktionen in Politik und Wirtschaft? Fehlanzeige! Die Herdprämie zeigt: Erkämpfte Fortschritte müssen verteidigt werden, denn die Gefahr von Rückschritt besteht immer. Für mich bleibt der 8. März nach wie vor der Kampftag für die Rechte von Frauen! Mein besonderes Anliegen war immer, Menschen verschiedener Herkunftsländer, Kulturen und Religionen zu vernetzen und ihnen eine Plattform zu schaffen, um so ihren Platz in der Mehrheitsgesellschaft zu behaupten.

Dies habe ich als Gründerin, Vorstandsmitglied, Vorsitzende oder Sprecherin u.a. im
– Türkischen Frauenverein,
– Westberliner Komitee für die Rechte der Frau,
– Türkischen Bund Berlin-Brandenburg, – in der Berliner Initiative gegen Gewalt gegen Frauen sowie als
– Migrantenbeauftragte unter Beweis stellen können.

Seit ich Kandidatin der LINKEN bin, sind mir vor allem vier Fragen gestellt worden: Wofür stehst du, was sind Deine Schwerpunkte? Bist du Parteimitglied? Warum für DIE LINKE? Warum tust du dir das eigentlich an?

Um mit der letzten Frage zu beginnen: Sicherlich könnte ich im Ruhestand ein bequemes Leben führen. Aber wer mich kennt, weiß: mich bewegen weiterhin die Themen, die Menschen, mit denen ich in den letzten Jahrzehnten zu tun hatte.

Als ich gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte, für DIE LINKE zu kandidieren, habe ich mit vielen mir nahe stehenden Menschen gesprochen. Alle haben mir ihre Unterstützung zugesagt. Meine beiden Töchter meinten: Als politische Frauen sagen wir Dir: »Mach das auf jeden Fall.« Doch als Töchter sagen wir dir auch, du hast dir auch »Zeit für dich« verdient.

Der Mann, der in meinem Leben eine wichtige Rolle spielt, hat mir gesagt: »Sonst heißt es immer: Hinter einem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau – wir machen es umgekehrt!« Parteimitglied bin ich nicht. Meine Kandidatur als parteilose Kandidatin auf Vorschlag der Partei zeigt mir: Diese LINKE Partei ist eine demokratische und transparente Partei, eine Partei, in der Aktivitäten, Idealismus, soziales Gewissen und Engagement für die Menschen wichtiger ist als das Parteibuch alleine.

Ja, und warum dann eigentlich gerade für DIE LINKE? Für eine Antwort genügt eigentlich ein Blick auf meine bisherigen politischen Aktivitäten:

Wie erwähnt, habe ich mich vor allem in der Frauenbewegung und für gleichen Lohn für gleiche Arbeit engagiert, später gegen Hartz IV und die Rente mit 67. Ich bin als Friedenaktivistin gegen Krieg und Auslandseinsätze der Bundeswehr auf die Straße gegangen.

Und ich habe erlebt, welche schweren Verletzungen bei benachteiligten Menschen durch Diskriminierung und Ausgrenzung verursacht werden. Und heute morden und hetzen Nazis, Neo-Nazis und rechtspopulistische Rassisten gegen Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund. Das Engagement dagegen ist nicht nur eine Hilfe für die Betroffenen, es geht vor allem um die Wahrung unserer Demokratie.

Chancengleichheit für Menschen mit Migrationshintergrund heißt: Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen. DIE LINKE hat in Berlin dafür gesorgt, dass mit dem Partizipationsgesetz hierfür ein erster wichtiger Schritt getan ist.

Mein Anliegen ist: Die gleichberechtigte Chance auf Teilhabe, die auch im Parteiprogramm festgeschrieben ist, muss auch innerhalb der Parteistrukturen durchgesetzt werden. Ich frage euch: Für welche Partei sollte ich sonst kandidieren, wenn ich in diesen Bereichen konsequent weiter tätig sein will?

Da gibt es doch nur eine Partei: DIE LINKE.

Liebe Freundinnen und Freunde,

Pünktlich zum Bundestagswahlkampf wird wieder mal eine Schmutzkampagne gegen Gregor Gysi geführt. Das lassen wir nicht zu!

Aber: das zeigt uns auch: die Herrschenden haben Angst vor uns! Wir sind auf dem richtigen Weg! Wir lassen uns nicht einschüchtern. Für mich persönlich ist die Stärkung der sozialen Menschenrechte ein zentrales Anliegen in meiner ehrenamtlichen und beruflichen Tätigkeit der letzten Jahrzehnte gewesen. Mit meinem Mann Eberhard Schultz habe ich vor einem Jahr eine Stiftung gegründet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat die sozialen Menschenrechte zu stärken. Unter sozialen Menschenrechten verstehe ich:

das Recht auf soziale Sicherheit;
das Recht auf Arbeit, gleichen Lohn, Koalitionsfreiheit;
Erholung und Freizeit;
soziale Betreuung, d.h. ein angemessener Lebensstandard bezüglich Bekleidung, Wohnung, ärztlicher Versorgung etc.;
Bildung und kulturelle Betreuung und
Freiheit des Kulturlebens.
Diese international verbindlich geregelten Rechte müssen bei uns als individuelle, einklagbare Rechte durchgesetzt werden! Partizipation heißt für mich Teilhabe benachteiligter Gruppen, vor allem von Menschen mit Behinderungen.

Fortschritte in allen diesen Bereichen können wir erzielen, wenn die Menschen das zu ihrer eigenen Aufgabe machen und dafür aktiv werden. Solche Menschen und Bewegungen nehmen immer mehr zu. Wir müssen uns mit ihnen verbünden und sie stärken.

Den Einsatz für alle Menschen dieses Landes und vor allem für die Nichtprivilegierten verstehe ich im Sinne der ehemaligen Abgeordneten des Schweizer Parlaments, Ruth Dreifuss: »Reichtum und Frieden verpflichten uns gegenüber denjenigen, die sie nicht genießen können«.

In diesem Sinne: Es gibt viel zu tun! Packen wir’s gemeinsam leidenschaftlich und solidarisch!

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