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Fahndungsplakat des BKA (2011)

Der Nationalsozialistische Untergrund (NSU), in den Medien auch als Zwickauer Terrorzelle bezeichnet, ist eine im November 2011 öffentlich bekannt gewordene rechtsextreme terroristische Vereinigung[1] in Deutschland, der nach bisherigen Erkenntnissen Beate Zschäpe (* 2. Januar 1975), Uwe Mundlos (* 11. August 1973; † 4. November 2011) und Uwe Böhnhardt (* 1. Oktober 1977; † 4. November 2011)[2][3] angehörten und die aus der Neonaziszene in Jena der 1990er-Jahre hervorging. Diese werden unter anderem für die Neonazi-Mordserie in den Jahren 2000 bis 2006, das Nagelbomben-Attentat in Köln 2004 und den Polizistenmord von Heilbronn im Jahr 2007 verantwortlich gemacht.[4] Die Bundesanwaltschaft bezeichnet sie als „rechtsextremistische Gruppierung“, deren Zweck es sei, „aus einer fremden- und staatsfeindlichen Gesinnung heraus vor allem Mitbürger ausländischer Herkunft zu töten“.[5] Der Thüringer Verfassungsschutz geht davon aus, dass die Vereinigung von bis zu 20 Personen unterstützt wurde,[6] von denen sich derzeit (Dezember 2011) mehrere in Untersuchungshaft befinden. Seit dem 19. Dezember ermittelt die Staatsanwaltschaft, nach einer Privatanzeige, auch gegen den Thüringischen Verfassungsschutz wegen des Verdachts der Beihilfe zu Flucht, Strafvereitelung im Amt und Unterstützung einer terroristischen Vereinigung.[7]

Inhaltsverzeichnis

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Straftaten, Anschläge und Morde

Herkunft, Straftaten und Anschläge in den 1990er Jahren

Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt stammen aus Jena.[8] Zur Eröffnung des renovierten Jugendclubs Winzerclub in Jena-Winzerla am 14. September 1991[9] durch den Jenaer Sozialdezernenten Stephan Dorschner war auch Mundlos anwesend. Er kleidete sich zunächst im Stil der Skinheads, aber ohne den Kopf kahl zu tragen. Er wurde zu einem regelmäßigen Besucher und freundete sich mit Beate Zschäpe an. Gelegentlich erschienen beide dort zusammen mit Uwe Böhnhardt.[10] Auch Ralf Wohlleben und André Kapke sind zu Gast im Winzerclub gewesen. Im Jahr 1993 radikalisierte sich die politische Einstellung von Mundlos und anderer Besucher, woraufhin sie im Winzerclub Hausverbot erhielten.[11] Sie reagierten mit Hakenkreuz-Graffiti an den Außenwänden der Einrichtung. Mundlos und Böhnhardt gingen gelegentlich in nachgeahmten SS-Uniformen durch die Straßen des Stadtteils Winzerla, den sie als National befreite Zone betrachteten.[12]

Im Herbst 1994 formierte sich in Thüringen eine Anti-Antifa, aus welcher 1996 der Thüringer Heimatschutz hervorging. Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos gehörten mit André Kapke, Ralf Wohlleben und Holger G. der Kameradschaft Jena des Thüringer Heimatschutzes an, die später als Sektion Jena bezeichnet wurde. Böhnhardt war neben Mundlos stellvertretender Leiter der Sektion.[13] Der 1996 ca. 120 Mitglieder[14] (2001 ca. 170 Mitglieder) starke Thüringer Heimatschutz wurde maßgeblich von dem stellvertretenden Vorsitzenden des NPD-Landesverbandes Thüringen, Tino Brandt, aufgebaut, der von 1994 bis zu seiner Aufdeckung 2001 V-Person des Thüringer Verfassungsschutzes war.[13][15]

Am 14. April 1996 hängte Böhnhardt einen Puppentorso mit gelben Judensternen an einer über die Bundesautobahn 4 führenden Brücke bei Jena auf und deponierte zusätzlich eine Bombenattrappe.[16][17][18][19] Dafür und wegen Volksverhetzung wurde er 1997 nach Jugendstrafrecht verurteilt, hat die Strafe jedoch nicht angetreten.[20] Bereits im Vorjahr, am 15. November 1995, war eine ähnliche Puppe in Jena angezündet worden. Täter wurden nicht ermittelt.[21]

Zschäpe, Mundlos, Wohlleben und Holger G. reisten nach Worms, um am 18. August 1996 an einer unangemeldeten Demonstration zum Gedenken an den Tod von Rudolf Heß teilzunehmen, die von dem Rechtsextremisten Thomas Wulff, dem Vorsitzenden der Junge Nationaldemokraten (JN) Holger Apfel und dem JN-Bundesorganisationsleiter Jens Pühse organisiert wurde.[22]

Kapke, Mundlos, Böhnhardt und Wohlleben besuchten mit Bomberjacken und Springerstiefeln bekleidet und begleitet von einer Gruppe von Anhängern die Verhandlung vor dem Amtsgericht Erfurt gegen den vorbestraften Rechtsterroristen und Holocaustleugner Manfred Roeder, der am 26. September 1996 wegen einer am 9. Juni desselben Jahres begangenen Sachbeschädigung an der Wehrmachtsausstellung zu einer Geldstrafe von 4500 Mark verurteilt wurde.[23] Im Gerichtsgebäude vor dem Verhandlungssaal entrollten sie ein Transparent mit der Aufschrift „Unsere Großväter waren keine Verbrecher“.[24]

Als im Laufe des Januars 1997 mehrere Briefbombenattrappen bei Jenaer Institutionen (Redaktion der Thüringischen Landeszeitung, Stadtverwaltung und Polizeidirektion) eingingen, gerieten Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos erneut ins Blickfeld der Polizei. Darüber hinaus wurden sie verdächtigt, am 2. September 1997 eine Bombe mit einigen Gramm Trinitrotoluol (TNT) – allerdings ohne Zündvorrichtung – in einem mit einem Hakenkreuz bemalten Koffer vor dem Theaterhaus Jena abgelegt zu haben. Nach zielgerichteten Ermittlungen gegen mehr als ein Dutzend Mitglieder des Thüringer Heimatschutzes wurden auch Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos vernommen, aber nicht festgenommen.[25]

Am 26. Dezember 1997 entdeckten Spaziergänger an der Gedenkstätte für den 1944 erschossenen Häftling des KZ Buchenwald Magnus Poser auf dem Jenaer Nordfriedhof einen Koffer mit aufgemaltem Hakenkreuz, der im Nachhinein ebenfalls Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe zugeordnet wird.[26]

Am 24. Januar 1998 nahm das Trio an einer Demonstration der NPD gegen die Wehrmachtsausstellung in Dresden teil. Es ist auf Fotos mit der Parole „Nationalismus – eine Idee sucht Handelnde“ zu sehen.[27]

Als die Polizei am Samstag, dem 24. Januar 1998, in Jena sieben Wohnungen und Garagen mutmaßlicher Rechtsextremisten im Zuge einer Razzia durchsuchte, konnte man in einer von Beate Zschäpe angemieteten Garage im Stadtteil Burgau eine Bombenwerkstatt ausheben. Es wurden fünf funktionsfähige Rohrbomben ohne Zünder mit insgesamt 1,4 Kilogramm TNT sichergestellt. Noch bevor ein Haftbefehl vorlag, tauchten die drei Personen unter.[28] Erst am Montag, dem 26. Januar 1998, erließ die Staatsanwaltschaft Gera Haftbefehle gegen das Trio.[29][30] Der Sprengstoff gehörte zu insgesamt 38 kg TNT, die 1991 aus einem Bundeswehr-Munitionsdepot nahe Großeutersdorf gestohlen worden waren.[31]

Sprengstoffunfall in Jena-Lobeda

Nachdem am 29. September 1998 ein 32-jähriger arbeitsloser Metallfacharbeiter im Keller seiner Wohnung in einem fünfstöckigen Plattenbau-Wohnblock in Jena-Lobeda bei der Explosion einer russischen Granate getötet und zehn weitere Bewohner des Hauses durch Glassplitter verletzt worden waren, ging die Polizei von einem Unfall aus.[32] Zuvor war der Mann 1996 wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verurteilt worden, nachdem er eine Explosion auf einer Wiese ausgelöst hatte und befand sich in psychiatrischer Behandlung.[33]

Der Leiter des Thüringer Amtes für Verfassungsschutz Helmut Roewer erwähnte in einem Vortrag am 13. März 2000 sowohl den 32-jährigen als auch die drei Untergetauchten als Beispiele „nicht zu unterschätzender Einzeltäter und Kleinstgruppen, deren ideologischer Ansatz in erster Linie die Aktion ist.“[34] Im gleichen Jahr verteidigte Roewer am Rande der Vorstellung des Filmes von Reyk Seela Jugendlicher Extremismus mitten in Deutschland – Szenen aus Thüringen diese Einschätzung und sagte, der 32-jährige sei ein Einzelgänger gewesen, im Nachhinein sei jedoch rekonstruiert worden, dass er in der lokalen Naziszene bekannt gewesen sei.[35] Hingegen verwies das Thüringer Innenministerium am 23. Februar 2001 darauf, die polizeilichen Ermittlungen hätten ergeben „dass der Täter ohne politische Motivation gehandelt hat“.[36]

Nationalsozialistischer Untergrund (Deutschland)
NürnbergMord: 9. Sept. 2000Mord: 13. Jun. 2001Mord: 9. Jun. 2005
Nürnberg Mord: 9. Sept. 2000 Mord: 13. Jun. 2001 Mord: 9. Jun. 2005
HamburgMord: 27. Jun. 2001
Hamburg Mord: 27. Jun. 2001
MünchenMord: 29. Aug. 2001Mord: 15. Jun. 2005
München Mord: 29. Aug. 2001 Mord: 15. Jun. 2005
RostockMord: 25. Feb. 2004
Rostock Mord: 25. Feb. 2004
DortmundMord: 4. Apr. 2006
Dortmund Mord: 4. Apr. 2006
KasselMord: 6. Apr. 2006
Kassel Mord: 6. Apr. 2006
HeilbronnMord: 25. Apr. 2007
Heilbronn Mord: 25. Apr. 2007
KölnBombe: 19. Jan. 2001Bombe: 9. Jun. 2004
Köln Bombe: 19. Jan. 2001 Bombe: 9. Jun. 2004

Sprengstoffanschlag in Kölner Geschäft

Das Innenministerium Nordrhein-Westfalen untersuchte nach Bekanntwerden der NSU-Anschläge auch eine Sprengstoffexplosion in einem Lebensmittelgeschäft im Januar 2001, bei der die damals 19 Jahre alte deutsch-iranische Tochter der Besitzer des Betriebs schwer verletzt wurde.[37] In den beiden entdeckten Bekennervideos gibt es Hinweise auf die Tat.[38] Der Generalbundesanwalt hält die Terroristen daher auch für diesen Anschlag verantwortlich[39].

Mordserie

Hauptartikel: Neonazi-Mordserie

Bei der Mordserie wurden – immer mit derselben Tatwaffe, einer tschechischen Pistole des Typs Česká CZ 83, Kaliber 7,65 mm,[40] – insgesamt neun Kleinunternehmer mit Migrationshintergrund ermordet. Die erste bekannte Tat ereignete sich am 9. September 2000, die letzte am 6. April 2006.[41] Bei den Opfern handelt es sich um acht Türkischstämmige sowie einen Griechen: den Schlüchterner Blumenhändler Enver Şimşek (9. September 2000, Nürnberg), den Fabrikarbeiter und Änderungsschneider Abdurrahim Özüdoğru (13. Juni 2001, Nürnberg), die Obst- und Gemüsehändler Süleyman Taşköprü (27. Juni 2001, Hamburg) und Habil Kılıç (29. August 2001, München), den Dönerverkäufer Mehmet Turgut (25. Februar 2004, Rostock), den Dönerladenbesitzer İsmail Yaşar (9. Juni 2005, Nürnberg), den Schlüsseldienst-Mitinhaber Theodoros Boulgarides (15. Juni 2005, München), den Kioskbesitzer Mehmet Kubaşık (4. April 2006, Dortmund) und den Internetcafé-Betreiber Halit Yozgat (6. April 2006, Kassel).[42][43]

Nagelbomben-Attentat in Köln

Am 9. Juni 2004 wurden bei einem Nagelbomben-Attentat auf der Keupstraße, einer belebten Einkaufsstraße in Köln-Mülheim mit vornehmlich türkischen Geschäften, 22 Menschen verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich. Die Bombe verursachte darüber hinaus erheblichen Sachschaden: Ein Friseursalon wurde vollständig verwüstet, mehrere Ladenlokale erheblich beschädigt und zahlreiche parkende Autos durch die Explosion sowie die herumfliegenden Nägel beschädigt.[44] Da eine gezielte Auswahl der Opfer nicht zu erkennen gewesen sei, hatten die ermittelnden Behörden auch hier einen terroristischen Hintergrund ausgeschlossen.[45] Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel vom 12. November 2011[46] bekannte sich das Zwickauer Trio im Bekennervideo, das im zerstörten Haus gefunden wurde, zu dieser Tat. Die Täter drohten weitere Taten an, die sie als Nationalsozialistischer Untergrund II ankündigten.[47]

Polizistenmord von Heilbronn

Am 25. April 2007 wurde auf einem Parkplatz in Heilbronn die 22-jährige, aus Thüringen stammende Bereitschaftspolizistin Michèle Kiesewetter erschossen. Ihr Kollege, der gleichfalls mit einem Kopfschuss niedergeschossen wurde, überlebte schwer verletzt. Der Fall wurde überregional als Polizistenmord von Heilbronn bekannt.[48] Die Ermittlungen wurden zunächst von der Polizeidirektion Heilbronn in der Sonderkommission Parkplatz geführt. Die Sonderkommission wurde am 11. Februar 2009 wegen personeller Überlastung ans Landeskriminalamt Baden-Württemberg verlagert.[49]

Der Zusammenhang ergab sich nach Polizeiangaben aus dem Zufallsfund der Dienstwaffen der Polizeibeamten im ausgebrannten Wohnmobil der Zwickauer Zelle in Eisenach.[50]

Angaben des Präsidenten des Bundeskriminalamts Jörg Ziercke, wonach es mögliche Verbindungen zwischen Kiesewetter und dem NSU vor allem über ihren Thüringer Wohnort gegeben habe, wo sie jahrelang gegenüber einer von Neonazis betriebenen und für rechte Versammlungen genutzten Gaststätte gewohnt habe,[51] wurde in einem Bericht der Süddeutschen Zeitung widersprochen.[52] Der Stiefvater der getöteten Polizistin dementierte gegenüber der Ostthüringer Zeitung, dass es irgendeinen Kontakt zwischen einem Familienmitglied und dem NSU gegeben habe.[53][54] Das BKA korrigierte sich daraufhin und stellte fest, dass Michèle Kiesewetter nicht unweit der Gaststätte zur Schule gegangen sei.[55]

Aufdeckung, Festnahmen und Ermittlungen

Selbsttötung zweier Haupttäter und Festnahme einer mutmaßlichen Haupttäterin

Am 4. November 2011 fuhren Mundlos und Böhnhardt auf Fahrrädern zur Filiale der Wartburg-Sparkasse am Nordplatz in Eisenach und überfielen diese gegen 9:30 Uhr maskiert. Sie verletzten einen Angestellten durch einen Schlag mit einer Waffe auf den Kopf leicht und erpressten 70.000 Euro. Sie flüchteten mit der Beute auf Fahrrädern zu ihrem in einiger Entfernung abgestellten Wohnmobil.[56] In der Nähe des Tatortes war Anwohnern bereits am Vortag ein weißes Wohnmobil mit einem Kennzeichen aus dem Vogtlandkreis aufgefallen. Nach dem Überfall leitete die Polizei eine umgehende Fahndung ein, errichtete Straßensperren und setzte Hubschrauber ein, ohne die Täter zunächst zu finden. Diese verstauten die Fahrräder in ihrem Wohnmobil, was einem Passanten ungewöhnlich erschien. Er informierte die Polizei, welche daraufhin auch nach einem Wohnmobil fahndete. Mundlos und Böhnhardt fuhren ihr Wohnmobil in die Anliegerstraße Am Schafrain im nahegelegenen Eisenacher Stadtteil Stregda.

Als sich Beamte gegen 11:30 Uhr dem verdächtigen Wohnmobil näherten, vernahmen sie zwei knallartige Geräusche und gingen in Deckung. Wenig später geriet das Fahrzeug in Brand.[57] Nachdem die herbei gerufene Feuerwehr die Flammen gelöscht hatte, fand man im Inneren die Leichen von Mundlos und Böhnhardt. Außerdem fand man dort mehrere Waffen – darunter die Dienstwaffen der 2007 in Heilbronn getöteten Polizistin sowie ihres schwer verletzten Kollegen. Das Fahrzeug war etwa eine Woche zuvor angemietet worden.[58]

Nach Aussage der Staatsanwaltschaft Meiningen ergab die Obduktion, dass beide sich jeweils selbst erschossen hatten.[59] Dieser Darstellung steht die Aussage des Bundeskriminalamts entgegen, wonach aus fehlenden Rußpartikeln in der Lunge Böhnhardts geschlossen werden kann, dass dieser zuerst von Mundlos getötet wurde, bevor Mundlos sich mit derselben Waffe erschoss.[60] Diese Aussage bestätigte auch der zuständige Chef der Polizeidirektion Gotha, demnach Mundlos Böhnhardt erschossen, dann das Wohnmobil in Brand gesetzt und danach sich selbst mit Kopfschuss getötet haben soll. Außerdem sollen die mutmaßlichen Täter bei Annäherung der Polizei zuerst mit einer Maschinenpistole geschossen haben.[61]

Das ausgebrannte Haus in Zwickau

Am selben Tag kam es kurz nach 15 Uhr zur Explosion und anschließendem Brand in einem Wohnhaus in der Frühlingsstraße 26 in ZwickauWeißenborn, in der die beiden Bankräuber zusammen mit Beate Zschäpe gewohnt hatten. Die Polizei leitete eine Fahndung nach der Frau ein.[62]

Zschäpe stellte sich am 8. November 2011 der Polizei in Jena, am 13. November 2011 erließ der Bundesgerichtshof in Karlsruhe auf Antrag der Bundesanwaltschaft Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts der Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie der besonders schweren Brandstiftung.[5]

Verhaftungen mutmaßlicher Unterstützer

Holger G. (* 1974)[63], ein mutmaßlicher Unterstützer der Gruppe, wurde am 13. November 2011 in Lauenau bei Hannover ebenfalls festgenommen.[64] Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, seit 2007 Ausweisdokumente zur Verfügung gestellt zu haben. Zudem soll er mehrfach Wohnmobile für die Gruppierung angemietet haben, eines der Fahrzeuge soll bei dem Mordanschlag auf die Heilbronner Polizisten benutzt worden sein.[1]

Am 24. November 2011 verhaftete die Spezialeinheit GSG 9 Andre E. in Grabow. E. wird von der Bundesanwaltschaft verdächtigt, den Bekennerfilm hergestellt zu haben. Als Inhaber einer Medienfirma hatte er Fachkenntnis und technische Möglichkeiten dazu.[65]

Am 29. November 2011 wurde der ehemalige stellvertretende Landesvorsitzende und Pressesprecher der NPD Thüringen sowie Vorsitzende des Kreisverbandes der NPD Jena, Ralf Wohlleben, in Zusammenhang mit den Vorgängen um die Zwickauer Zelle verhaftet.[66] Wohlleben wird von der Bundesanwaltschaft vorgeworfen, „dem NSU 2001 oder 2002 eine Schusswaffe nebst Munition verschafft zu haben.“[67] Dies sei als Beihilfe zu sechs vollendeten Morden und einem versuchten Mord zu werten. Weiterhin soll er das Trio bei der Flucht im Jahr 1998 und in der Folge auch finanziell unterstützt haben. Zudem soll er den Kontakt zu Holger G. vermittelt haben.[68]

Am 11. Dezember 2011 wurde der 36-jährige Matthias D. an seinem Wohnort im Erzgebirgskreis mit Haftbefehl vom 8. Dezember 2011, durch ein Spezialeinsatzkommando der Polizei, festgenommen. Er steht im Verdacht, im Mai 2001 und März 2008 jeweils eine Wohnung in Zwickau angemietet und der Gruppe überlassen zu haben. Ihm wird vorgeworfen, die Ziele der Gruppe geteilt und ihre Verbrechen zumindest gebilligt zu haben.[69][70]

Im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk wurde am 1. Februar der 31-jährige Diplom-Sozialpädagoge Carsten S. festgenommen. Er wird verdächtigt, zusammen mit Ralf Wohlleben 2001 oder 2002 an der Beschaffung einer Waffe beteiligt gewesen zu sein sowie im Jahr zuvor Gelder übergeben und Unterkunft für Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe gesucht zu haben.[71] Der Verfassungsschutz Thüringen hatte die Wahl von Carsten S. und Patrick Wieschke zu Stellvertretern des Vorsitzenden Sandro Tauber bei der Gründungsversammlung der Thüringer Jungen Nationaldemokraten am 22. Juli 2000 in seiner Monatszeitschrift Nachrichtendienst zunächst noch erwähnt, im Verfassungsschutzbericht für 2000 aber nur noch Wieschke genannt.[72]

Waffenfunde

Beispiel der bei Mordserie verwendeten Tatwaffe, einer CZ 83 im Kaliber 7,65 mm, hier jedoch ohne Laufgewinde für einen Schalldämpfer

Im Wohnmobil von Mundlos und Böhnhard wurden mehrere Waffen sichergestellt. Dabei handelte es sich unter anderem um die gestohlenen Dienstwaffen der 2007 in Heilbronn ermordeten Polizistin und ihres verletzten Kollegen.[73]

Auch in den Trümmern der ausgebrannten Wohnung von Zschäpe stellten Ermittler neun Faustfeuerwaffen, ein Gewehr und eine Maschinenpistole sicher. Am 11. November 2011 erklärte die Bundesanwaltschaft in einer Presseerklärung, dass eine der Pistolen die seit Jahren gesuchte Česká im Fall der Serienmorde an Migranten ist.[74]

Bei den Taten der Mordserie zwischen 2000 und 2006 wurde eine Waffe des Typs Česká CZ 83 des Kalibers 7,65 mm Browning in einer seltenen Sonderedition verwendet, von denen 24 Exemplare in den Kanton Solothurn geliefert wurden.[75] Erst 2010 wurde bei Schweizer Behörden ein Hilfeersuchen zu „Abklärungen über den Verbleib bei allen Waffengeschäften in der Schweiz“ gestellt.[76][75]

Bekennervideos und sichergestellte Datenträger

In den Trümmern des explodierten Zwickauer Wohnhauses fanden die Ermittler neben Waffen Exemplare einer DVD, auf der sich die Täter auf zynische Weise zu den verschiedenen Anschlägen und Morden bekennen. Ebenso fanden sie Briefumschläge, die an Nachrichtenagenturen und islamische Einrichtungen adressiert waren.[77] Mehrere Medien veröffentlichten Standbilder und Videosequenzen daraus.[78][79] Diese zeigen unter anderem Bilder der neun Opfer der Neonazi-Mordserie. Der 15-minütige Film enthält Sequenzen aus der Zeichentrickserie Paulchen Panther, in einer Szene wird das Logo der Rote Armee Fraktion verwendet. Eine weitere Sequenz zeigt eine Collage von Bildern der Trauerfeier für die ermordete Polizistin Michèle Kiesewetter zusammen mit einer Polizeipistole des geraubten Modells HK P2000. Weiterhin ist ein Digitalfoto einer Patronenhülse mit dem eingeblendeten Zeitstempel „28.06.2001“ zu sehen; am Tag zuvor wurde Süleyman Taşköprü erschossen. Schließlich enthält das Video eine Texttafel, mit der eine Selbstverständniserklärung des Nationalsozialistischen Untergrunds abgegeben wird. Text: „ein Netzwerk von Kameraden mit dem Grundsatz – Taten statt Worte – Solange sich keine grundlegenden Änderungen in der Politik, Presse und Meinungsfreiheit vollziehen, werden die Aktivitäten weitergeführt.“

Mehrere Exemplare der DVD mit dem Bekennervideo wurden versandt, mutmaßlich von Zschäpe. Am 28. November wurde der Eingang der zwölften DVD in der Selimiye-Moschee in Völklingen dem Landeskriminalamt Saarland gemeldet. [80] In der Stadt wurden zwischen September 2006 und September 2011 zehn Brandanschläge auf von türkischstämmigen Einwanderern, Arabern und Afrikanern bewohnte Gebäude im Stadtzentrum verübt. Von den Ermittlungsbehörden war ein fremdenfeindlicher Hintergrund bis zur Auffindung der DVD nicht angenommen worden.[81]

Ferner fanden die Ermittler eine Liste mit Namen und Adressen von 88 Personen auf einem USB-Stick, darunter auch von zwei Mitgliedern des deutschen Bundestages sowie von Repräsentanten türkischer und islamischer Organisationen.[82][83] Auf einem weiteren Datenträger wurde eine Adressliste gefunden. Unter den 10.000 Adressen sind auch solche von Politikern, Kirchen, lokalen Parteiorganisationen und Vereinen gegen Rechtsextremismus.[84]

In der Zwickauer Wohnung wurden auf Festplatten von zum Teil durch den Brand beschädigten Computern weitere Videos rekonstruiert, die bereits 2001 erstellt wurden. Auf einem Video vom März des Jahres wird die Ermordung von Şimşek gefeiert und zwei Musik-Stücke der Gruppe Noie Werte zur Untermalung verwendet. Ein anderes Video von Oktober 2001 verhöhnt die ermordeten Özüdoğru, Taşköprü und Kılıç. Eine weitere Videosequenz zeigt 14 umrandete Felder, von denen 5 ausgefüllt sind mit den Daten dieser verübten 4 Morde sowie des 19. Januar 2001, an welchem eine Bombenexplosion in einem Kölner Lebensmittelgeschäft eine Iranerin schwer verletzt hatte.[85]

Überprüfung weiterer Straftaten

Die Behörden prüfen derzeit Verbindungen zu weiteren ungeklärten Straftaten. Unter anderem wird ein Zusammenhang mit dem Sprengstoffanschlag am S-Bahnhof Düsseldorf-Wehrhahn am 27. Juli 2000 nicht ausgeschlossen. Unaufgeklärt ist auch der Sprengstoffanschlag auf das Grab von Heinz Galinski am 19. Dezember 1998 in Berlin.[86][87]

Ebenso werden der Bombenanschlag auf die Wehrmachtsausstellung in Saarbrücken am 9. März 1999 und der Bombenanschlag auf den jüdischen Friedhof in Berlin-Charlottenburg am 16. März 2002 neu untersucht.[88]

Auch in der Schweiz finden Untersuchungen wegen einer möglichen Verbindung zur Ermordung des Rabbis Abraham Grünbaum am 7. Juni 2001 in Zürich statt.[89]

Staatsanwaltschaft und Polizei prüfen nach eigenen Angaben auch einen Zusammenhang mit zwölf Überfällen auf Post- und Sparkassenfilialen in Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern.[90] Neben dem zuletzt begangenen Überfall in Eisenach rechnet man der Gruppierung weitere Überfälle in Arnstadt, Zwickau, Chemnitz und Stralsund zwischen dem 6. Oktober 1999 und dem 7. September 2011 zu,[91] wobei die Täter auch Körperverletzungen an Angestellten begingen.[56]

Öffentlichkeitsfahndung

Am 1. Dezember 2011 starteten Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt im Rahmen einer Pressekonferenz eine Öffentlichkeitsfahndung. Die Ermittlungsbehörden wollen damit Informationen zu den Aktivitäten der Terrorgruppe gewinnen, insbesondere sollen bislang nicht mit der Gruppe in Verbindung gebrachte Taten sowie Hintermänner und Unterstützer ermittelt werden. Zu diesem Zweck wurde durch das Bundeskriminalamt eine kostenlose Hotline zur Hinweisaufnahme eingerichtet, zusätzlich sind auf der Homepage des BKA weitere Bilder veröffentlicht.[92][93]

Untersuchungsausschuss im Bundestag

Im Januar 2012 setzte der Deutsche Bundestag einen Untersuchungsausschuss ein, der die rechtsextremen Verbrechen der Zwickauer Terrorzelle und das Versagen der deutschen Sicherheitsbehörden und der beteiligten Landesbehörden für Verfassungsschutz bei der Verhinderung der Verbrechen untersuchen soll. Der Ausschuss wird vom SPD-Abgeordneten Sebastian Edathy geleitet werden.[94]

Reaktionen

Rolle der Verfassungsschutzbehörden

Die Rolle des Verfassungsschutzes bei der Überwachung der Gruppe, insbesondere des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz und seines ehemaligen Präsidenten Helmut Roewer,[95] ist Gegenstand der politischen und medialen Debatte. Der Innenminister Thüringens Jörg Geibert zweifelt, ob die Behörden des Landes ab Januar 1998 bei der Verfolgung des Trios fehlerfrei gearbeitet hätten und kündigte eine Kommission an.[96] Roewer hingegen vermutet Verbindungen der Terrorzelle zur Jenaer Polizei, die eine Verhaftung bereits im Jahr 1998 verhindert habe.[97]

Am 13. November 2011 berichtete die Presse, in den Trümmern des in Brand gesetzten Hauses seien sogenannte legale illegale Papiere sichergestellt worden;[98] so werden amtlich-falsche Ausweisdokumente bezeichnet, die von Geheimdienstbehörden zur Tarnung an ihre Mitarbeiter ausgegeben werden. Am 22. November 2011 wurde über dpa jedoch richtiggestellt, dass es sich bei diesen Papieren um einen von einem Unterstützer des NSU auf eigenen Namen ordnungsgemäß beantragten Pass handelt, der dem Meldeamt dabei ein Foto von Uwe Mundlos untergeschoben hat.

Am 18. November 2011 berichtete der MDR, im Jahr 1998 oder 1999 sei das Thüringer Spezialeinsatzkommando (SEK) bereit für einen Zugriff auf die aufgespürten drei Verdächtigen gewesen. Diese seien in Chemnitz von Zielfahndern entdeckt und gemeldet worden. Es soll die konkrete Möglichkeit für einen Zugriff auf die Gruppe bestanden haben. Der Einsatz sei kurz vor der Abfahrt des SEK abgebrochen worden, was nach MDR-Angaben zu massiven Beschwerden der beteiligten Beamten bei der Amtsleitung führte. Auch die Zielfahnder seien auf Weisung des LKA wieder zurückgeholt worden. Das Thüringer Landeskriminalamt bestreitet diese Darstellung, der ehemalige Innenminister Richard Dewes verweigert eine Stellungnahme mit der Begründung, als damaliger Amtsträger habe er „rechtliche Regeln“ zu beachten.[99] Der Spiegel berichtete über mindestens drei V-Leute im Umfeld von Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe in den 1990er Jahren.[100]

Eine nach dem Tod der beiden Männer 2011 vom thüringischen Innenminister Jörg Geibert eingeleitete Untersuchung, die vom ehemaligen Bundesrichter Gerhard Schäfer geleitet wird, soll die genauen Umstände der misslungenen Festnahme von 1998 klären.[101][102]

Mitte Dezember wurde bekannt, dass der Thüringer Verfassungsschutz den Aufenthaltsort der untergetauchten Gruppe zumindest zeitweilig gekannt hatte. Das belegt ein Observationsfoto des Trios vom 15. Mai 2000 aus Chemnitz, das in die Akten des Thüringer Landeskriminalamts gelangte und ursprünglich von den Thüringer Verfassungsschützern stammen soll. Helmut Roewer hatte noch im November erklärt, die Fahndung nach den 1998 untergetauchten Rechtsextremisten sei „leider erfolglos“ gewesen.

Außerdem soll der Thüringer Verfassungsschutz laut Bild am Sonntag eine Geldzahlung an das Zwickauer Trio eingeräumt haben. Demnach ließ der Geheimdienst der Terrorzelle über Mittelsmänner mehr als 2000 D-Mark für gefälschte Pässe zukommen. Dies habe ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes am 6. Dezember 2011 vor der geheim tagenden Kontrollkommission des Thüringer Landtags berichtet. Nach Aussagen des Verfassungsschützers wusste seine Behörde aus abgehörten Telefonaten, dass die Neonazi-Gruppe damals dringend Geld für neue Pässe brauchte. Man habe darauf gesetzt, mithilfe der Geldzahlung Hinweise auf den Aufenthaltsort sowie die Tarnnamen der Rechtsterroristen zu erhalten. Der Verfassungsschutz habe im Jahr 2000 dem NPD-Funktionär und V-Mann Tino Brandt das Geld übergeben. Da der Verfassungsschutz die Meldeämter aber nicht eingeweiht hatte, konnten Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt mit den neuen Identitäten unerkannt untertauchen. Der Verfassungsschutz bestätigte kurz darauf, dass die Geldübergabe gescheitert sei, da ein Mittelsmann das Geld für sich selbst verwendet habe. Einem Artikel der Berliner Zeitung zufolge, die als Quelle nicht näher genannte Sicherheitskreise aufführte, sabotierten die Thüringer Verfassungsschutzbehörden Ende der 1990er auch Ermittlungsmaßnahmen der Polizei. So habe der Verfassungsschutz seinem V-Mann Tino Brandt Informationen gegeben über Observierungen, die gegen ihn liefen. Misstrauen und Informationsblockaden zwischen den involvierten Behörden seien so weit fortgeschritten gewesen, dass in mehreren Fällen observierende Polizeibeamte von Mitarbeitern des Verfassungsschutzes beschattet wurden. Als weitere Indizien für das konkurrierende Agieren von Polizeibehörden und thüringischem Verfassungsschutz nannten Berliner Zeitung sowie Spiegel Online Bestätigungen von Tino Brandt sowie dem Vater von Uwe Mundlos.[103]

Neben dem thüringischen kamen auch weitere Landesämter für Verfassungsschutz in die öffentliche Kritik. So wurden Zweifel an der Rolle eines Beamten des hessischen Verfassungsschutzes laut, der sich zum Zeitpunkt des Mordes an Halit Yozgat direkt am Tatort, einem Internet-Café in Kassel, aufhielt und von dort entfernte, ohne sich als Zeuge zu melden.[104][105] Auch niedersächsische Behörden räumten schwere Fehler bei der Observierung des mutmaßlichen Helfers Holger G. ein, der als Mitläufer eingestuft wurde.[106] Aus einer Stellungnahme des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann vom Januar 2012 geht hervor, dass Tino Brandt bereits Anfang der 1990er bis 2002 vom bayerischen Verfassungsschutz überwacht, jedoch nicht kontaktiert wurde. Zudem habe diesbezüglich ein Informationsaustausch zwischen den Landesämtern für Verfassungsschutz Thüringen und Bayern stattgefunden.[107]

Im Dezember 2011 wurde bekannt, dass wichtige Beweismittel, die aus den früheren Ermittlungen gegen die Jenaer Hauptäter Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt stammen, unwiederbringlich verloren sind. Nach Informationen der Frankfurter Rundschau wurden die im Januar 1998 sichergestellten vier Rohrbomben wie auch Abhörbänder von mutmaßlichen Unterstützern des abgetauchten Trios schon Jahre vor dem Auffliegen der Gruppe von Thüringer Ermittlungsbehörden vorschriftsgemäß vernichtet. Das erschwert nach Angaben aus Sicherheitskreisen die Ermittlungen erheblich.[108]

Weitere Reaktionen und Einschätzungen

Die Morde an Kleingewerbetreibenden mit Migrationshintergrund waren in den Medien zumeist auf eine angebliche Verstrickung der Opfer in kriminelle Aktivitäten innerhalb der türkischen Gemeinschaft in Deutschland zurückgeführt worden. [109] Durch die Aufdeckung der rechtsextremistischen Zelle geriet die Bundesrespublik in einen „Schockzustand“, so die Beschreibung des Spiegels.[110] So hatte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich nach dem Doppelanschlag in Norwegen noch im Juli 2011 erklärt, er sehe keine unmittelbare Gefahr für rechtsextremistische Terroranschläge in Deutschland.[111] Generalbundesanwalt Rainer Griesbaum zeigte sich überrascht, „weil wir bei unseren Ermittlungen in den letzten Jahren nicht feststellen konnten, dass es in der rechtsextremen Szene rechtsterroristische – also festgefügte – Strukturen gab“.[112] Die Zeit sieht das Vertrauen in den Rechtsstaat erschüttert.[113] Nach Meinung von Ahmet Külahci, Leiter der Deutschland-Redaktion der türkischen Tageszeitung Hürriyet, haben sich die türkischen Medien von „der falschen Fährte, die die Behörden gelegt haben, in die Irre führen lassen“.[114] Nach Einschätzung von Britta Schellenberg vom Centrum für angewandte Politikforschung wurden die Mitglieder der Zwickauer Terrorzelle durch die Ausschreitungen von Hoyerswerda im September 1991 geprägt.[115]

Wegen Versäumnissen[116] sowie möglicher Verstrickungen von V-Leuten werden grundlegende Reformen im Verfassungsschutz angemahnt. Nils Minkmar zitierte in der FAZ den Terrorexperten Bruce Riedel mit seiner Quintessenz „Wenn sich jemand über viele Jahre einer intensiven Fahndung entziehen kann, dann genießt er staatlichen Schutz“ und bezeichnete die Arbeit der Geheimdienste im Fall des NSU als „völliges Versagen“. Es wäre Zeit „sie abzuschaffen“, da zehn Menschen noch leben könnten, wenn sie ihre Arbeit getan hätten.[117] Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm räumte eine „Niederlage der Sicherheitsbehörden“ ein.[118] Sowohl das Parlamentarische Kontrollgremium als auch der Innenausschuss des Deutschen Bundestages kündigten Untersuchungen an.[119] Mitte November 2011 einigten sich die Justiz- und Innenminister von Bund und Ländern darauf, eine zentrale Datei zur Erfassung von Neonazis einzuführen. Zudem wurde eine bessere Verzahnung von Bundespolizei und Verfassungsschutz vereinbart. Ein gemeinsames Abwehrzentrum Rechts soll geschaffen werden, an dem auch die Länder beteiligt werden. Kritik an der unklaren Rolle der Ermittlungsbehörden und der Politik äußerte auch eine Gruppe von Aktivisten, die im Februar 2012 die Forderung „Entnazifizieren“ ans Kanzleramt und das Innenministerium projizierte.[120] Die Gruppe bezog sich damit auf den historischen Begriff der Entnazifizierung nach dem Zweiten Weltkrieg.

Zudem wird nach dem Bekanntwerden der Verbrechen der NSU-Gruppe in Politik und Medien erneut über ein NPD-Verbotsverfahren diskutiert. Eine Arbeitsgruppe soll sich vor einem möglichen neuen Versuch mit den Problemen und Verfahrenshindernissen eines solchen Schrittes befassen.[121]

Weblinks

Commons: Nationalsozialistischer Untergrund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Festnahme eines mutmaßlichen Mitglieds der terroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“. 36/2011. Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof, 13. November 2011, abgerufen am 15. November 2011.
  2. Julia Jüttner: Terrorgruppe aus Zwickau: Mörderische Blutsbrüderschaft. In: Spiegel Online. 13. November 2011, abgerufen am 15. November 2011.
  3. Aus dem Tritt. In: sz-online.de. Sächsische Zeitung, abgerufen am 17. November 2011.
  4. Mordserie: Friedrich spricht erstmals von „Rechtsterrorismus“. In: Welt Online. 13. November 2011, abgerufen am 15. November 2011.
  5. a b Haftbefehl gegen die Brandstifterin von Zwickau wegen mutmaßlicher Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“. 37/2011. Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof, 13. November 2011, abgerufen am 15. November 2011.
  6. Merkel fordert bessere Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden“. In: Focus Online. 19. November 2011, abgerufen am 20. November 2011.
  7. Verfassungsschutz angezeigt“. In: taz.de die tageszeitung. 19. Dezember 2011, abgerufen am 19. Dezember 2011.
  8. Günter Platzdasch: Wo alles begann. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 26. November 2011, S. 44 (faz.net).
  9. 4 jahre winzerclub.mp4, Youtube, Minute 2:27
  10. Der Schutzring der Zwickauer Zelle (10:17 Minuten Video), Spiegel TV, 20. November 2011, ab Minute 6:49
  11. Der braune Virus (Pressespiegel von Karl Nolle), Spiegel 51, 17. Dezember 2011 Seite 63
  12. Frank Döbert: Erinnerung an 90er Jahre, Ostthüringer Zeitung, 17. Dezember 2011
  13. a b Deutscher Bundestag – Stenografischer Dienst (Hrsg.): Innenausschuss [58. Sitzung am 21.11.2011 – Nichtöffentliche Sitzung]. Unterrichtung der Bundesregierung zur aktuellen Berichterstattung und zum Ermittlungsstand in Sachen Rechtsterrorismus. 21. November 2011, S. 8f. (Redebeitrag von Thomas Sippel in seiner Funktion als Präsident des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz, PDF im WAZ Rechercheblog, abgerufen am 30. November 2011).
  14. Landesverfassungsschutzbericht 1997 auf Infoladen.de
  15. Almut Hielscher, Holger Stark, Steffen Winter: GEHEIMDIENSTE: Stolz auf Otto. In: Der Spiegel. Nr. 21, 2001, S. 38 (online).
  16. Verfassungsschutzbericht Thüringen 1996, S. 43 (ohne Namensnennung)
  17. Puppe hing an der Autobahnbrücke. In: Berliner Zeitung. 16. April 1996, abgerufen am 22. November 2011.
  18. Rätselhafte Flucht vor dem Zugriff auf Bankräuber von Eisenach, Frank Döbert, Thüringer Allgemeine, 10. November 2011
  19. Julia Jüttner: Verbrecher-Trio aus Zwickau: Der unterschätzte braune Terror. In: Spiegel Online. 11. November 2011, abgerufen am 22. November 2011.
  20. Justizpanne begünstigte Flucht der Jenaer Rechtsextremisten. In: thueringer-allgemeine.de. 17. November 2011, abgerufen am 22. November 2011.
  21. www.tlz.de
  22. Barbara Hans und Jens Witte:Belastende Bilder, Spiegel, 13. Dezember 2011
  23. Chronik: Die Wehrmachtsausstellung zwischen Krawallen und Kritik. 1996. In: Spiegel Online. 27. November 2001, abgerufen am 23. November 2011.
  24. Andrea Röpke: Das Gesicht des braunen Terrors. Sprengstoffanschläge der „Deutschen Aktionsgruppen“. In: Blick nach Rechts. 15. November 2011, abgerufen am 23. November 2011.
  25. Braune Zelle Zwickau: Neonazi-Terroristen hinterließen Geständnis auf DVD. In: Spiegel Online. 12. November 2011, abgerufen am 23. November 2011.
  26. Frank Döbert: Aus den Anfängen der rechtsradikalen „Bombenbastler“ von Jena. In: otz.de. 9. November 2011, abgerufen am 22. November 2011.
  27. Wolf Schmidt NPD und NSU. Apfels brauner Kern In: taz vom 12.12.2011
  28. Carolin Emcke, Anton Maegerle, Christoph Mestmacher: RECHTSRADIKALE: Druck von der Straße. In: Der Spiegel. Nr. 12, 20. März 2000 (online, abgerufen am 23. November 2011).
  29. Chronik: Die Spur der Bombenbauer aus Jena. 26. Januar 1998. In: Dabei ab zwei. MDR, 8. November 2011, abgerufen am 13. November 2011.
  30. Thüringer Innenministerium (Hrsg.): Verfassungsschutzbericht Thüringen 1998. 1999, S. 39.
  31. Neonazi-Terror: Neonazi-Trio verwendete Bundeswehr-Sprengstoff. In: Frankfurter Rundschau. 28. November 2011, abgerufen am 28. November 2011.
  32. Explosion war Unfall, Mitteldeutsche Zeitung, 1. Oktober 1998
  33. Sprengstoffbastler wird bei Granaten-Explosion getötet, Mitteldeutsche Zeitung, 30. September 1998
  34. Nachrichtendienst 3/2000, Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz, Seite 9
  35. Rita Specht: Sprengstoff im Plattenbau: Todesfall nach Experiment in Lobeda, Thüringer Landeszeitung, 18. November 2011
  36. Rechtsextremismus und Sprengstofffunde bzw. -anschläge in Thüringen, Kleine Anfrage des Abgeordneten Steffen Dittes (PDS) und Antwort des Thüringer Innenministeriums, Thüringer Landtag, 26. Februar 2001
  37. Heinz Tutt: Terrorgruppe NSU: Weiterer Anschlag in Köln neu untersucht. In: ksta.de. 14. November 2011, abgerufen am 15. November 2011.
  38. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,803636,00.html
  39. http://www.generalbundesanwalt.de/txt/showpress.php?newsid=429
  40. Spiegel Online: Ermittler finden Tatwaffe der Döner-Morde, abgerufen am 11. November 2011.
  41. Claus Peter Müller, Axel Wermelskirchen, David Klaubert: Verbrechensserie vor Aufklärung: Heilbronn, Eisenach, Dönermorde. In: FAZ. 11. November 2011, abgerufen am 15. November 2011.
  42. Die Zwickauer Terrorzelle: Eine Chronologie der rechtsterroristischen Mordserie, Elisabeth Heinen, Brigitte Heeske, heute.de, 15. November 2011
  43. Chronologie: Blutspur durch Deutschland, interaktive Grafik, sueddeutsche.de, aufgerufen am 15. November 2011
  44. Artikelserie des Kölner Stadt-Anzeigers zum Bombenanschlag in Köln
  45. Stochern im Nebel, Thorsten Moeck, Kölner Stadt-Anzeiger, 31. Juli 2004
  46. Braune Zelle Zwickau: Neonazi-Terroristen hinterließen Geständnis auf DVD. 12. November 2011, abgerufen am 15. November 2011.
  47. Wolf Schmidt, Andreas Speit: „Nationalsozialistischer Untergrund“: Bekenntnis per Paulchen-Panther-Clip. In: taz.de. 12. November 2011, abgerufen am 15. November 2011.
  48. Schlussakt eines realen Krimis, Süddeutsche Zeitung vom 8. November 2011
  49. Carsten Friese: Heilbronner Polizistenmord: LKA übernimmt Phantom-Fall. In: Heilbronner Stimme. 12. Februar 2009 (bei stimme.de, abgerufen am 12. Februar 2009).
  50. Chronologie: Atemberaubende Wende im Polizistinnenmordfall, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. November 2011
  51. Friedrich: Ermordete Polizistin wohl kein Zufallsopfer, FAZ.NET, 21. November 2011
  52. Christiane Kohl:Rechter Terror und Thüringer Verwicklungen: „Das kann doch alles nicht wahr sein“ In: sueddeutsche.de vom 22. November 2011.
  53. Michael Graf: Stiefvater der toten Polizistin bestreitet Kontakte zu Neonazis In: otz.de vom 11. November 2011.
  54. FAZ-Bericht: Mord an Michèle Kiesewetter: Stiefvater bestreitet Kontakt zu Neonazis In: faz.net vom 23. November 2011.
  55. SWR-Bericht: BKA korrigiert Aussage zum Polizistinnenmordfall In: swr.de vom 24. November 2011.
  56. a b Arnstädter Bankraub geklärt?, Thüringer Allgemeine, 9. November 2011
  57. Kai Mudra, Birgit Schellbach, Sascha Willms: Nach Banküberfall in Eisenach rätselhafter Tod im Wohnwagen. In: thueringer-allgemeine.de. 5. November 2011, abgerufen am 24. November 2011.
  58. Eisenach: Erst ein Banküberfall, dann zwei Tote im Wohnmobil, Spiegel Online, 6. November 2011
  59. Braune Zelle. In: Spiegel TV. 13. November 2011, abgerufen am 24. November 2011 (Adobe Flash Video, Staatsanwalt Thomas Waßmuth ab Position 4:30min).
  60. Mord an Heilbronner Polizistin – BKA-Chef: Kiesewetter in Beziehung zu NSU-Gruppe. Mundlos erschoss Böhnhardt. In: abendblatt.de. Hamburger Abendblatt, 21. November 2011, abgerufen am 24. November 2011.
  61. Gothaer Polizei-Chef offenbart Details zu Eisenacher Bankraub. Thüringer Allgemeine, abgerufen am 30. November 2011.
  62. Zwickau: Explodiertes Wohnhaus – Polizei sucht 36-jährige Bewohnerin. Polizeidirektion Südwestsachsen, 8. November 2011, abgerufen am 24. November 2011.
  63. Neonazi-Terrorgruppe: Richter erlässt Haftbefehl gegen Holger G. In: Welt Online. Axel Springer AG, 14. November 2011, abgerufen am 17. November 2011.
  64. Neonazi-Terrorgruppe: Polizei nimmt vierten Verdächtigen fest. In: Spiegel Online. 13. November 2011, abgerufen am 15. November 2011.
  65. Mutmaßlicher Macher des Neonazi-Videos in Haft. In: WEB.DE. 24. November 2011, abgerufen am 27. November 2011.
  66. Rechtsextremist Ralf Wohlleben festgenommen. Spiegel Online, abgerufen am 29. November 2011.
  67. Pressemitteilung 41/2011 vom 29.11.2011. Generalbundesanwalt, abgerufen am 29. November 2011.
  68. Neonazi-Terror. Fahnder verhaften Neonazi wegen Terrorverdacht in Frankfurter Rundschau vom 29.11.2011
  69. Polizei nimmt Unterstützer der Zwickauer Zelle fest, Spiegel, 11. Dezember 2011
  70. Weitere Festnahme im Fall der Zwickauer Zelle, tagesschau.de, 11. Dezember 2011
  71. Beispiele für die Fakten spiegel, n24
  72. Frank Laubenburg, Mitglied im Rat der Stadt Düsseldorf: Verfassungsschutz Thüringen strich die Wahl von Carsten S. zum stellvertretenden JN-Landesvorsitzenden aus dem VS-Jahresbericht 2000, 2. Februar 2012
  73. Mordserie in Deutschland: Gedenken an die Opfer rechter Gewalt. In: Zeit Online. 13. November 2011, abgerufen am 24. November 2011.
  74. Hannelore Crolly: Zehn Morde: Die mörderische Dimension des braunen Terrors. In: Welt Online. 12. November 2011, abgerufen am 24. November 2011.
  75. a b Thomas Knellwolf: Die Pistole der Zwickauer Zelle kostete damals 1250 Franken. In: tagesanzeiger.ch. Tages-Anzeiger, 17. November 2011, abgerufen am 27. November 2011.
  76. Neonazi-Bande aus Zwickau: Terror-Trio mordete mit Pistole aus der Schweiz. In: Stern.de. 14. November 2011, abgerufen am 27. November 2011.
  77. Puzzleteile einer grausamen Verbrechensserie, Spiegel Online vom 13. November 2011.
  78. Die mögliche Verbindung der Täter zum Geheimdienst, Welt Online vom 13. November 2011.
  79. 15 Minuten Sadismus, Spiegel Online vom 14. November 2011.
  80. DVD deutet auf Verbindung zu Brandanschlägen hin, Spiegel Online vom 2. Dezember 2011
  81. Zwickauer Terrorzelle. DVD deutet auf Verbindung zu Brandanschlägen hin Spiegel online, 2. Dezember 2011, abgerufen am 2. Dezember 2011
  82. Neonazis hatten auch Politiker im Visier, Spiegel Online vom 16. November 2011
  83. Speicherstick mit Namensliste gefunden – Neonazis hatten auch Politiker im Visier, Focus Online vom 16. November 2011
  84. Neue, umfangreiche Namensliste der Neonazis aufgetaucht, Zeit Online vom 18. November 2011
  85. Birger Menke: Ermittler rekonstruieren Totenkopf-Botschaft, Spiegel, 14. Dezember 2011
  86. Rechtsextremes Trio aus Zwickau: Polizei verhaftet mutmaßlichen Komplizen. In: stern.de. 13. November 2011, abgerufen am 15. November 2011.
  87. Stefani Geilhausen, Gerhard Voogt: Sind Rechtsextreme für die Anschläge verantwortlich? Terror in Köln und Düsseldorf. In: Rheinische Post. 12. November 2011, abgerufen am 15. November 2011.
  88. Marlies Emmerich, Franziska Köhn, Lutz Schnedelbach: Jüdische Gemeinde fordert nach Anschlag mehr Schutz für Friedhof: „Das ist ein feiger Akt der Barbarei“. In: Berliner Zeitung. 18. März 2002, abgerufen am 15. November 2011.
  89. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,803324,00.html
  90. Bankräuber haben offenbar noch weitere Überfälle begangen. In: TLZ.de. 10. November 2011, abgerufen am 15. November 2011.
  91. Hintergrund: Banküberfälle der Neonazi-Zelle, Gelnhäuser Tageblatt, 14. November 2011
  92. Braune Terrorzelle: Ermittler bitten Bevölkerung um Fahndungshilfe. Spiegel Online, 1. Dezember 2011, abgerufen am 1. Dezember 2011.
  93. Mordserie der NSU: Öffentlicher Fahndungsaufruf nach Helfern der Neonazis. Focus online, 1. Dezember 2011, abgerufen am 1. Dezember 2011.
  94. SPD-Politiker Edathy. Neustart mit Hindernissen Spiegel Online, 18. Januar 2012. Abgerufen am 18. Januar 2012
  95. Christiane Kohl: Neonazi-Anschlagsserie und der Verfassungsschutz: 24 Aktenordner – und nichts fiel auf. In: sueddeutsche.de. 14. November 2011, abgerufen am 27. November 2011.
  96. Verfolgung Thüringer Rechtsextremer. Innenminister zweifelt an eigenen Behörden. In: faz.net. 12. November 2011, abgerufen am 19. Dezember 2011.
  97. Rechtsextreme Terrorzelle: Früherer Bundesrichter Schäfer soll Rolle der Behörden klären. Ex-Verfassungsschützer erhebt Vorwürfe gegen Polizei. MDR, 15. November 2011, abgerufen am 27. November 2011.
  98. Günther Lachmann, Florian Flade: Rechter Terror: Die mögliche Verbindung der Täter zum Geheimdienst. „Legale illegale Papiere“ sichergestellt. In: Welt Online. 13. November 2011, abgerufen am 27. November 2011.
  99. „Zwickauer Trio“: Thüringer SEK kurz vor Zugriff „zurückgepfiffen“. MDR, 18. November 2011, abgerufen am 27. November 2011.
  100. NSU-Ermittlungen: Verfassungsschutz führte drei V-Leute im Umfeld des Terror-Trios. In: Spiegel Online. 19. November 2011, abgerufen am 27. November 2011.
  101. Pannen bei Neonazi-Fahndung: Thüringer Minister attackiert Ermittler. In: Spiegel Online. 16. November 2011, abgerufen am 16. November 2011.
  102. Elmar Otto: Ex-Richter Schäfer soll Behörden-Umgang mit Terrorzelle klären. In: tlz.de. 16. November 2011, abgerufen am 17. November 2011.
  103. Thüringer Verfassungsschutz: Pleiten, Flops und Pannen, Spiegel Online, 19. Dezember 2011
  104. „Nationalsozialistischer Untergrund“: Verfassungsschützer womöglich in „Döner-Mord“ involviert. In: FAZ. 14. November 2011, abgerufen am 27. November 2011.
  105. Matthias Gebauer: Döner Morde: Sie nannten ihn den „kleinen Adolf“. In: Spiegel Online. 15. November 2011, abgerufen am 27. November 2011.
  106. Neonazi-Mordserie: Niedersachsen räumt Panne bei Terrorfahndung ein. In: Süddeutsche Zeitung. 16. November 2011, abgerufen am 27. November 2011.
  107. Regensburg Digital Stefan Aigner: Die Nazi-Karriere des Tino Brandt: Der Verfassungsschutz weiß von (fast) nichts mehr… vom 12.1.2012 (aufgerufen am 12. Januar 2012)
  108. http://www.fr-online.de/neonazi-terror/neonazi-terror-beweismittel-gegen-zwickauer-zelle-vernichtet,1477338,11347090.html
  109. Eva Berger, Konrad Litschko: „Eine Bande aus den Bergen Anatoliens“. In: taz. -0.5 1 v. Chr., abgerufen am 19. Januar 2012.
  110. Severin Weiland: Zwickauer Zelle: Republik im Schockzustand. In: Spiegel Online. 13. November 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  111. Attentat in Norwegen: Welche Gefahr droht in Deutschland durch radikalisierte Einzeltäter? In: Der Tagesspiegel. 24. Juni 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  112. Terror-Enthüllungen: Thüringen stoppt bundesweite Imagekampagne. Bundesanwaltschaft war „überrascht“. In: Spiegel Online. 17. November 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  113. Markus Horeld: Rechtsterrorismus: Das Vertrauen in den Rechtsstaat ist erschüttert. In: Zeit Online. 14. November 2011, S. 2, abgerufen am 25. November 2011.
  114. Alke Wierth: Reaktionen auf rechtsterroristische Morde: „Es hätte ja auch uns treffen können“. Kränkend und pietätlos. In: taz.de. 17. November 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  115. T. Thissen, J. Wiedemann: Rechtsextreme Szene: Die Generation Hoyerswerda radikalisiert sich. Typische Vertreter der „Generation Hoyerswerda“. In: Welt Online. 21. November 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  116. Yassin Musharbash: Sicherheitsbehörden in der Kritik: Was die Geheimdienste ändern müssen. In: Spiegel Online. 18. November 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  117. Nils Minkmar: Geheimdienste: Hauptsache, es macht peng! In: FAZ. 20. November 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  118. Annett Meiritz, Yassin Musharbash, Severin Weiland: Ermittlungspannen bei Neonazi-Mordserie: Die Schuld der Behörden.] In: Spiegel Online. 22. November 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  119. Suche nach weiteren Terror-Helfern. In: derStandard.at. 15. November 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  120. Protestaktion am Kanzleramt – Schillernde Wut. In: die tageszeitung. 23. Februar 2012, abgerufen am 25. Februar 2012.
  121. Kampf gegen Rechtsextremismus: Bund und Länder einigen sich auf zentrale Neonazi-Datei. In: Spiegel Online. 15. November 2011, abgerufen am 25. November 2011.

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